„DAS AUGE DER ZEIT IST EIN ZERBROCHENER SPIEGEL, 4.7.2021, 11:57 Uhr, Erkner

Veranstaltungsbeschreibung


Veranstalter: Landesverband Brandenburg

DAS AUGE DER ZEIT IST EIN ZERBROCHENER SPIEGEL

ERINNERN bedeutet Nachdenken, wachen Sinnes Vergangenes erkunden, wiederbeleben. Die Bruchstücke der Erinnerung – wie beim zerbrochenen Spiegel, größere Scherben oder winzige Splitter – auflesen, sammeln und aneinanderfügen, trotz mancher Lücken und Leerstellen.


So gelingt es, gelebtes Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, aus Erfahrungen – schönen wie schmerzlichen – vor dem Vergessen zu bewahren, ins Gedächtnis zurückzurufen, zu reflektieren. Es gilt, die Fragmente zu wägen, zu überprüfen und aufzuklären, um letztlich verstehen und vergeben zu können. Aus den Lebenslinien mit zahllosen Meilensteinen, Brüchen und Wendepunkten – lassen sich Einsicht und Erkenntnis, Zuversicht und Mut, Kraft und Stärke gewinnen, ohne der Gefahr des
Verklärens, Verharmlosens oder Vergessens zu erliegen.

Brandenburgische Autorinnen und Autoren begeben sich auf Spurensuche und versuchen, individuelle Erfahrungen erzählend in allgemeingültige literarische Formen zu verwandeln. Sie erinnern an prägende Ereignisse der Vergangenheit und bauen poetische Brücken in die Gegenwart, denn ERINNERN lässt das GESTERN verstehen, das HEUTE meistern und die ZUKUNFT gestalten

Veranstaltungsdetails
Thema: 3vor12 ERINNERN
Termin: 4. Juli 2021, 11.57 Uhr
Ort: Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner
Mitwirkende:
Horst J.P. Miethe: Der Schokoladenjude
Wolfgang Hoffmann: Der schreckliche gelbe Teddybär
Andrea Melcher: Leere Schubkästen

Moderation: Hannelore Schmidt-Hoffmann

Die Veranstaltung findet hybrid oder rein digital statt.

Live-Stream vom 4.7.2021, 11:57 Uhr

Die Autorinnen und Autoren sowie Moderator*in

Horst J.P. Miethe

Horst J.P. Miethe (*1941), Dr. sc. oec. , Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler in Lehre und Forschung. Die Liebe zum geschriebenen Wort verdankt er seinem Großvater, dem Buchbinder. Die eigene literarische Arbeit beginnt im Schreibzirkel des Berliner Hauses des Lehrers, den der Mitgründer des DDR-Schriftstellerverbandes E.R. Greulich leitet. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit entstehen in den 70er und 80er Jahren vier preisgekrönte Kinderbücher. Die Gründung und Leitung eines kleinen Forschungsinstituts ab 1990 unterbrechen seine „literarischen Seitensprünge“, denn erst im (Un-)Ruhestand findet er wieder Zeit zum Schreiben. Dem autobiographischen Buch „Der Fliegenschiss auf Großvaters Brillenglas“ (Findling-Verlag 2012) folgen zwei Paperbacks mit Geschichten über die Siedlung, in der er lebt. Hinzu kommen Verse und Kurzgeschichten für Anthologien und Kunstkalender sowie zwei Fotoausstellungen: „Die Bahnhofsiedlung Erkner – eine Gartenstadt am Rande Berlins“ und „Leben in Europa – Menschen in Erkner und Goluchow“. Letztere wird mehrfach in Polen gezeigt. Doch sein Lebenselixier sind seine Lesungen und Vorträge.
Horst Miethe ist Ehrenvorsitzender des von ihm mitgegründeten Kulturvereins der Stadt Erkner, gehört zu den „Poeten von Müggelsee“ und ist Mitglied des Freien Deutschen Autorenverbandes Brandenburg. 2016 wurde er ins Ehrenbuch der Stadt Erkner eingetragen.

Andrea Melcher

Andrea Melcher, Jahrgang 1965, wuchs in der Spreewaldstadt Lübbenau auf. Sie ist von Beruf Wirtschaftskauffrau und Altenpflegerin. Seit einigen Jahren lebt sie in Burg im Spreewald und ist tätig als freiberufliche Seniorenbetreuerin mit dem Schwerpunkt Betreuung an Demenz erkrankter Menschen. Diese Arbeit ist ihr gleichermaßen Freude, Anregung und Bereicherung, zumal sie – mit Hilfe ihres kleinen Therapiehunds Ella – die alten Menschen in deren häuslicher Umgebung individuell umsorgen kann.
Schon als Teenager schrieb sie Gedichte und Kurzgeschichten, bestärkt von ihrer Oma, die früh ihr Talent bemerkte und ihr riet, aufmerksam die Welt zu betrachten und ihre Gedanken aufzuschreiben. Gefördert wurde sie auch von ihrer Deutschlehrerin, die das Mädchen bestärkte und ihr wiederholt die Teilnahme an Poetenseminaren ermöglichte.
Bis heute findet Andrea Melcher ihre Anregungen besonders im Alltag, in ihrer Arbeit mit alten Menschen. Ihre Gedichte entstehen meist unmittelbar in der Natur.
Sie gehört zur Cottbuser Schreibgruppe „Wortfensterfrauen“, mit der sie sich mehrfach an öffentlichen Lesungen beteiligte.

Wolfgang Hoffmann

1953 in Berlin-Mitte geboren und aufgewachsen. Studium der Museologie in Leipzig, Abschluss als Diplom-Museologe. Danach Geschichtsstudium mit Schwerpunkt Alte Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, Abschluss als Diplom-Historiker. Bis 1988 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Staatlichen Museen zu Berlin, u.a. in der Museumspädagogik und der Antikensammlung.
1988 bis 1991 Kulturredakteur beim Rundfunk der DDR, später DS-Kultur. Nach der Abwicklung des Senders freie Mitarbeit beim DeutschlandRadio und für diverse Zeitschriften. Seit 1992 freiberuflicher Journalist und Autor (Hörfunk, Presse, Ghostwriter). Weiterbildungen in Fotobearbeitung und Layout.
Kulturgeschichtliche Seminare u.a. für Goethe Institut Berlin, Institut für Europäische Studien, Berliner Volkshochschulen, Institut für Internationale Zusammenarbeit des VHS-Verbandes; Führungen im Stadtmuseum Berlin.
Autor zahlreicher kulturgeschichtlicher Sachbücher: u.a. „Die Deutsche Alleenstraße“, „Unterwegs auf der Sächsischen Weinstraße“, „Quedlinburg“, „Die Kirchen in Quedlinburg“, „Luther“, „Bad Saarow“, „Storkow“.
Dezember 2006 bis 2017 Herausgeber, Fotograf und Layouter des Magazins Märkische LebensArt. Diverse Projekte als Gestalter, Grafiker und Layouter für Bücher (u.a. „KLEIST & ICH“), Broschüren, Firmenchroniken und andere Druckerzeugnisse, insbesondere im Buchverlag Edition Märkische LebensArt.
2008 bis 2013 Ortsbürgermeister in Storkow (Mark) OT Limsdorf. Lebt seit 2018 in Cottbus. Seit Februar 2006 Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband, FDA-Landesverband Brandenburg e.V.

Moderation: Hannelore Hoffmann

1947 in Ruhland (Niederschlesien) geboren. Ausbildung und Berufstätigkeit u.a. als Industriekaufmann, Lehrerin, Rundfunkjournalistin mit Schwerpunkt Kultur und Verlagsmitarbeiterin.
Autorin (TextArt-Hoffmann) für diverse Verlage, Zeitschriften sowie als Rezensentin, Lektorin und Ghostwriter. Buchpublikationen als Co-Autorin mit Wolfgang Hoffmann u.a.: „Unterwegs auf der Sächsischen Weinstraße“, „Die deutsche Alleenstraße“, „Luther“, „Rügen“, „Bad Saarow“, „Storkow (Mark)“ und „Krabat“. Herausgeberin der Anthologie „KLEIST & ICH. Annäherung und Begegnung.“ (2011) und des Kinderbuchs „ESELSOHREN. Ein Lesebuch weint.“ (2017) von Ingeborg Rapoport und Gertrud Zucker und weiterer Bücher.
2006-2017 selbständige Redakteurin des Regionalmagazins „Märkische LebensArt“ und Verlegerin des Buchverlags Edition Märkische LebensArt. Seither freiberufliche Autorin in Cottbus.
Seit 2006 Vorsitzende des FDA-Landesverbandes Brandenburg e.V. im Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) – Schutzverband Deutscher Schriftsteller (www.fda-brandenburg.de).